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Ein Marmeladenbrot

Evert Jan Bouman

Am G
Ein Marmeladenbrot begrüßt mich in den neuen Tag,
F G Am
Der alte, kaum verdaut, gleitet jetzt ab.
Am G
Ich schau' aus meinem Fenster, was auch immer kommen mag:
F G Am
Ich bin bereit, doch komme nicht in Trab.
Dm Am
Autos sind unterwegs, ich mein' von Hü nach Hott.
Dm Am E7
Sie brummen ihren Dreck in mein Revier,
Dm Am
Sie mahnen mich: Sei wachsam, sonst verschlingt dich noch der Trott.
F E Am
Geh deinen Weg oder bleibe einfach hier.
 
Ein Schritt, ein Tritt, der Schweinehund schnarcht lässig vor sich hin. 
Vollgefressen, ohne Lust und Last; 
Ich rüttle mich und schüttle mich, suche wieder nach dem Sinn 
Und säge unbewusst an meinem Ast. 
Vom halb zersägten Ast schau ich, ohne was zu sehen, 
Mich um in der Welt die mich umringt. 
Alles spricht, ich hör' es nicht, kann wieder nichts verstehen. 
Blind und taub für was der Tag mir bringt. 
C G G7
Das kann doch so nicht weitergehen! Sagt mir dann mein Verstand.
F G C G
Du hast doch alles, was ein Mensch so braucht,
C G G7
Schreite heiter weiter, nimm dein Leben in die Hand;
F G C G
Genug bist du gerädert und geschlaucht.
C G G7
Genug geklagt, genug gestöhnt, genug nun lamentiert.
F G C G
Genug rotiert um immer einen Punkt.
C G G7
Genug hast du dein Schicksal mit Mühsal kommentiert,
F G C C/B Am
Genug vom Grau, werde endlich wieder bunt.
 
Ich lass' mich 'runterfallen und gehe dann gebückt 
Mein' Stolpergang durch den Schlamm und den Dreck. 
Und was auch immer mir zulacht, es gibt nichts was mich entzückt. 
Ich zieh' mich nur zurück in mein Versteck. 
Die Vöglein sind am zwitschern, der Schmetterling, der tanzt, 
Ich spüre nur den Schmerz in meiner Brust 
Und wenn die Sonne strahlt, es gibt für mich keinen Glanz 
Ich lab' mich nur an meinem Frust. 
Das kann doch so nicht weitergehen!... 


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Zuletzt geändert am 17.01.2020 15:39 Uhr